Hautprobleme durch Stress

Hautprobleme durch Stress

Unsere Haut ist der Spiegel unserer Seele! Die Haut reagiert durch Stress sehr schnell auf die Lebensbedingungen, plötzlich erscheint ein großer Pickel, die Haut spannt und juckt oder ist gerötet.
Häufig lohnt sich ein Blick unter die Haut, denn Stress verstärkt die innere Unruhe und fördert Hautprobleme und -erkrankungen.

Ich sehe meine Aufgabe auch darin, Kunden mit gestresster Haut aufzuklären. Hautprobleme sind der häufigste Grund, warum Frauen und Männer ein Kosmetikinstitut aufsuchen, aber die Entspannung kann und muss zuweilen im Vordergrund stehen.

Unsere Haut ist als Sinnesorgan unser Schutzschild nach außen. Sie muss uns vor schädlichen Bakterien und jeglichen Umwelteinflüssen schützen. Doch wird unsere Haut selbst vielen inneren und äußeren Belastungen des Alltags ausgesetzt. Eine Nacht mit unruhigem Schlaf lässt sie müde und fahl ausschauen, hektische Flecken an Hals- und Dekolleté, aber auch die glücklichen Momente, die unsere Haut zum Strahlen bringen.

Aber was genau ist Stress? Und was passiert im Körper bei andauerndem Stress?

Stress wird durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst. Die Folgen von ständigem Druck und innerer Anspannung sollten nicht zu unterschätzt werden, denn körperliche und psychische Auswirkungen von Stress beeinflussen und verstärken sich gegenseitig. Es entsteht ein Kreislauf, der gestresste Menschen innerlich immer mehr belastet.

Der chronische Stress versetzt unseren Körper in einen dauerhaften Aktivierungszustand, welcher zu Erschöpfung führen kann. Eine stetige innere Anspannung und Konzentrationsschwierigkeiten sind erste psychische Folgen von Stress.
Wenn wir uns nicht ausreichend erholen können, wirkt sich Stress auf die gesamte Gesundheit aus, was den Körper dauerhaft beeinträchtigt. Auch die psychischen Belastungen sind nicht zu unterschätzen.

Durch den Stress wird in unserem Körper das Hormon Cortisol vermehrt ausgeschüttet. Cortisol wird häufig als Stressehormon bezeichnet, obwohl die Ausschüttung einem natürlichem Rhythmus folgt.

Denn ohne Stress folgt die Cortisolausschüttung einem bestimmten Verlauf am Tag. Es wird in den frühen Morgenstunden vermehrt freigesetzt, um uns leistungsfähig zu machen und im Laufe des Tages lässt die Ausschüttung nach. In den frühen Abendstunden wird fast kein Cortisol mehr ausgeschüttet. Gerade abends sollten wir also darauf achten jeglichen Stress zu vermeiden, um die Ausschüttung des Hormons nicht erneut anzukurbeln. Stressvermeidung bedeutet hierbei auch falsche Beleuchtung, Fernsehen und natürlich die Belastung der Funkstrahlung unserer Smartphones.
Eine erhöhte Cortisolausschüttung führt zu einem unruhigen Schlaf und die wertvolle Erholung in der Nacht wird gestört.
Theoretisch ist es nicht wichtig, wie lange der Schlaf dauert, sondern wie tief er ist. In der zweiten Nachthälfte setzt die Cortisolausschüttung wieder ein, womit wir die Tiefschlafphase wieder verlassen.

Cortisol ist bei unseren Hautproblemen der Übeltäter. Wenn wir es nicht schaffen, uns richtig zu erholen und zu entspannen, wird es sich immer mehr auf unserer Haut widerspiegeln.

Welche Hautprobleme entstehen durch Stress und was können wir dagegen tun?

1. Müde, matte und fahle Haut
Cortisol verlangsamt die Bewegung der Hautzellen. Die Zellen brauchen länger, um an die Oberfläche zu kommen und abzuschuppen. Mit der Zeit besteht das Gesicht immer mehr aus abgestorbenen Hautzellen und sieht leblos und fahl aus. Grundsätzlich sollte zum einen auf eine regelmäßige Flüssigkeitszufuhr, durch Wasser, ungesüßten Tee oder Fruchtschorlen geachtet werden um die Haut von innen zu durchfeuchten. Für die äußerliche „Politur“ empfehle ich ein regelmäßiges Peeling, um die abgestorbenen Hautzellen zu entfernen und die Zellerneuerung anzuregen. Da bei der Stresshaut häufig auch die Lipidbarriere gestört ist und die Haut empfindlicher macht, ist ein abrasives Peeling nicht empfehlenswert. Unbedingt auf ein sanftes Enzympeeling zurückgreifen.

2. Trockene, spröde und feuchtigkeitsarme Haut
Die schützende Lipidbarriere unserer wird durch Stress angegriffen, so dass Flüssigkeiten schneller verdunsten. Hinzu kommt, dass Cortisol die Haut daran hindert, Wasser zu speichern, so dass sie schneller austrocknet. Hier hilft es, die Haut nur sanft und Rückseiten zu reinigen. Ebenso sollten sie der Kundin ein Feuchtigkeitsserum mit einem hohen Hyalurongehalt und regelmäßige Feuchtigkeitsmasken empfehlen. Diese können durchaus in besonders stressigen Zeiten zwei- dreimal pro Woche angewendet werden.

3. Hautunreinheiten und Pickel
Leider kurbelt Stress die Öl-Produktion durch eine vermehrte Testosteron Ausschüttung an. Die Poren verstopfen und es bilden sich verstärkt Mitesser, Unterlagerungen und Pusteln. Empfehlenswert sind ölfreie Produkte, welche einen hohen Feuchtigkeitsgehalt aufweisen. Die Haut sollte regelmäßige gepeilt werden und mit warmen Kompressen gereinigt werden. Regelmäßige Reinigungsmaske können sich sehr positiv auswirken.

4. Hautinfektionen
Die Hautzellen reihen sich eng aneinander und bilden eine Barriere, die das Eindringen von Bakterien und Giftstoffen verhindert. Unter Stress verliert die natürliche Barriere ihre Wirkung und schädliche Bakterien können in die tieferen Hautschichten eindringen.
Für die Reinigung unbedingt einen milden, seifenfreien Reiniger und nach Möglichkeit kaltes bis lauwarmes Wasser verwenden.Nach der Reinigung die Haut sanft trockentupfen und unnötiges Reiben vermeiden. Die Haut unmittelbar nach der Reinigung mit einer leichten Feuchtigkeitslotion eincremen.

5. Vorzeitige Hautalterung
In Krisensituationen leitet der Körper das Blut in Regionen um, die für die Bewältigung von Stress erforderlich sind – wie zum Beispiel die Lunge oder das Herz. In dem Moment muss die Haut ohne das Blut und den wichtigen Sauerstoff auskommen. Es werden freie Radikale und bindegewebsschädigende Oxidantien produziert, die wiederum die Faltenbildung beschleunigen.
Eine Pflegecreme mit einem hohen Gehalt an Antioxidantien wie Vitamin C, E und A schützt die Haut und versorgt sie mit mehr Leuchtkraft und Feuchtigkeit.
Gesichtsmassagen und Übungen können Verspannungen lösen und das Blut richtig verteilen, damit das Hautbild wieder frischer wirkt. Daheim und während einem Treatment im Institut.

Viele Kunden kommen mit ihren Hautproblemen zu mir ins Institut, damit ich ihnen durch meine Treatments und Produktempfehlungen eine Unterstützung biete. Dabei kann ich viel mehr für sie tun. Sprechen wir doch offen über den persönlichen Stresslevel.

Als aktive Entspannungsmethoden eignen sich Ausdauersportarten wie joggen, walken und spaziergehen. Durch die Bewegung baut sich die körperliche Anspannung ab und der Kopf wird wieder frei. Doch auch ruhige Momente wie ein Entspannungstreatment eignen sich hervorragend um Anspannungen abzubauen.

Der Beitrag wird am 1.06.2020 ins Archiv verschoben.

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